Blumenthal, Karen - Steve Jobs by Think different

Blumenthal, Karen - Steve Jobs by Think different

Author:Think different
Format: epub


Die Romanautorin Mona Simpson, die ihren Bruder Steve Jobs zum ersten Mal traf, als sie in ihren Zwanzigern waren

Kurze Zeit später traf Jobs Mona Simpson in New York, wo sie bei dem Literaturmagazin Paris Review arbeitete und gerade den Roman Anywhere But Here (Überall, nur nicht hier) beendet hatte, in dem es um ihren Umzug von Los Angeles nach Wisconsin mit ihrer Mutter ging. Sofort kamen sie miteinander klar, stellten fest, dass sie beide eine Schwäche für lange Spaziergänge hatten, sich intensiv ihrer Arbeit widmeten und über einen bemerkenswert starken Willen verfügten. Während sich Jobs seiner Schwester Patty nie sonderlich nahe gefühlt hatte, wurden er und Mona enge Freunde, und sie lernte auch seine Freundinnen und Lisa kennen.

Als renommierte Romanautorin zog sie ihren Stoff aus persönlichen Erfahrungen, und Mitte der 90er Jahre schrieb sie ein Buch mit dem Titel A Regular Guy (Ein gemachter Mann) über einen narzisstischen Workaholic, der seine Tochter so lange ignoriert, bis er gefeuert wird. Der erste Satz lautete: »Er war ein Mann, der zu beschäftigt war, um die Toilette zu spülen.« Auch wenn es sich um einen Roman handelte, basierte die Figur eindeutig auf Jobs, und es war schwer zu sagen, wo die Fakten aufhörten und die Fiktion begann.

Mona hatte selbstständig damit begonnen, ihren Vater aufzuspüren und ihn in Sacramento, Kalifornien, gefunden. Jobs jedoch war nicht daran interessiert, sich mit ihm zu treffen, und befürchtete, dass sein leiblicher Vater versuchen würde, ihn irgendwie zu erpressen oder an sein Vermögen zu kommen. Er schärfte seiner Schwester ein, dass sie ihn nicht erwähnen solle.

Also flog Mona allein nach Sacramento. Jandali hatte seine Lehrtätigkeit aufgegeben und arbeitete als Gastronom. In ihrem Gespräch offenbarte er ihr, dass vor ihr ein weiteres Kind, ein Junge, zur Welt gekommen war. »Das Baby werden wir nie wiedersehen«, sagte er.

Er erzählte Mona von den Lokalen, die er geführt hatte, einschließlich eines mediterranen Restaurants in der Nähe von San Jose. Zu ihrer völligen Überraschung fuhr er fort: »Die ganzen erfolgreichen Technik-Spezialisten sind da hingekommen. Sogar Steve Jobs.« Dieser, ergänzte Jandali, sei »ein reizender Mensch« gewesen und habe »immer viel Trinkgeld gegeben«.

Mona hatte keine andere Wahl, als ihr Geheimnis – dass Steve Jobs sein Sohn war – für sich zu behalten.

Aber sie rief Jobs sofort an und erzählte ihm die bemerkenswerte Geschichte. Jobs war verblüfft – und erinnerte sich an den Restaurantbesitzer. »Er war Syrer. Mit beginnender Glatze. Wir haben uns die Hände geschüttelt«, sagte er später.

Die verstreuten Puzzleteile von Jobs’ Lebensgeschichte und seiner Familie kamen zusammen.

Im September 1991 brachte Laurene Powell einen Sohn zur Welt. Das Paar brauchte zwei Wochen, um sich auf einen Namen zu einigen: Reed Paul Jobs. »Neue Produktnamen sind schwer zu finden«, stand in der Geburtsanzeige.

Der Neugeborene bedeutete eine Kehrtwende in Jobs’ Leben. »Es ist beinahe, als wenn in dir ein Schalter umgelegt wird und du eine ganz neue Bandbreite von Gefühlen empfinden kannst, die du bei dir selbst gar nicht für möglich gehalten hättest«, sagte er einige Monate später. »Das geht sehr viel tiefer, als ich mir nach dem, was man so hört, je vorgestellt hätte.



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